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Firmenhistorie


Peter Heiser – Ein Unternehmer
zwischen Umzügen und Bestimmung des Lebens

Peter Heiser mit Dackel Susi

Wer Peter Heiser, Inhaber der über 60 Jahre alten Umzugs- und Transportfirma aus Oberstein kennen lernt und einen verbissenen, kühl agierenden Geschäftspartner erwartet, der wird überrascht sein. Sein Geschäft erledigt er mit Sach-kenntnis und Erfolg, aber man merkt schnell, daß ihn auch andere, tiefgründigere Dinge beschäftigen. Peter Heiser wurde von einem Indianer adoptiert.



Urgroßvater Mathias Heiser


Sein Urgroßvater Mathias Heiser (1831-1923) kam aus Trier und wurde überall nur „Mathes“ genannt. Er unterhielt ein Transportunternehmen, das aus einem Pferdefuhrwerk bestand. Damit erledigte er allerlei Arbeiten. Warum und wann er nach Idar-Oberstein kam, weiß Peter Heiser nicht genau zu sagen, aber seither sind die Heiser’s in Idar-Oberstein und Umgebung bekannt. Sohn Johann Heiser war verheiratet mit der Schneiderin Klara, geb. Stumm, weitläufig aus der bekannten Orgelbaufamilie stammend.

Großvater Johann Heiser

Johann Heiser war Tischler von Beruf und hatte sein Wohnhaus in der Hohlstraße 5, in dem auch eine Schneiderei für Klara untergebracht war. 1922 kam der einzige Sohn Max zur Welt, der im Jahr 1948 im Elternhaus in der Hohlstraße 5 das Transport-unternehmen gründete, das heute noch überaus erfolgreich ist und einen guten Namen hat. Erster Lastwagen war ein Fahr-zeug mit Holzvergaser, der von der französischen Be-satzungsmacht zurückgelassen werden mußte und günstig erworben werden konnte.


Max Heiser Vater von Peter und Inge Heiser
Max Heiser (1922-2002) war verheiratet mit Elsbeth, geb. Nees (1927-2002) aus Göttschied, Tochter des dortigen Edelsteinschleifers Gustav Nees, der mit seinem Sohn Emil ein Geschäft betrieb. 1947 kam Tochter Inge und 1959 Sohn Peter, der heutige Inhaber der Firma, zur Welt. Max Heiser erlernte bei der Metallwarenfirma Queiser in Oberstein den Beruf des Maschinenschlossers Ende der 30-iger Jahre und übernahm das Geschäft des Vaters nach dessen Ruhestand. Neben Transporten aller Art betrieb Max Heiser auch einen Altmetallhandel in der Hohlstraße 5, ab 1973 in der Wilhelmstraße 7.


Peter Heiser an der Nahe mit seinen zwei Huskies
Sohn Peter Heiser, einer der letzten Abi-turienten des Göttenbach-Gymnasiums des Jahres 1980, leistete anschließend seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr in Birken-feld ab und studierte an der Universität Saarbrücken zwei Semester Jura und später Sportwissenschaft, doch 1985 mußte er das Geschäft des Vaters nach dessen Krankheit übernehmen.



Peter Heiser mit seinem Qualitäts-TeamDer Betrieb wurde zunehmend moderner und zertifiziert, die Mitarbeiter werden ständig geschult und kristallisierten sich zu einem Qualitäts-Team. Fehrnsehn, Rundfunk und Zeitschriften berichten seit Jahren darüber. Ab 1987 spezialisierte man sich auf Umzüge, die ehemalige Firma Queiser wurde erworben. 1988 folgte die Prüfung für Güterfernverkehr und grenzüberschreitenden Verkehr bei der IHK Koblenz. Das Geschäft expandierte, eine Erweiterung der Räumlichkeiten war notwendig. So entschloß sich Peter Heiser den Betrieb in der Friedrichstraße 9 im ehemaligen Anwesen des Busunternehmers Schneiders zu erweitern und später noch in der Industriestrasse zu expandieren.

Dann kam im Jahr 1991 der Wechsel in seinem Leben. Ein schwerer LKW-Unfall veränderte sein Leben von Grund auf. Ärzte rangen um sein Leben, es gab kaum noch Hoffnung, zu schwer waren die Verletzungen. Als Peter Heiser auf der Intensiv-Station lag und dem Tod näher war als dem Leben, hörte er seinen Schutzengel, der zu ihm sprach: „Wenn Du versprichst, etwas zu suchen, können wir Dich heilen!“ Er versprach es – und ward alsbald genesen.
Die Ärzte sprachen von einer Wunderheilung.

Wolf Asta der vor dem erschießen gerettet wurde von Max Heiser.Peter Heiser aber fragte sich dann, wie er sein Versprechen einlösen könnte und erinnerte sich an seine Zeit als Kind. Sein Vater brachte damals einen Wolf mit nach Hause, vor dem Erschießen gerettet, und dieses Tier wurde für einige Jahre sein treuer Lebensbegleiter. Das änderte sich auch nicht, als der Wolf ihn einmal in das Bein biß. Daran erinnerte sich Peter Heiser, und auch daran, daß er sich schon immer wie ein Indianer gefühlt hatte. Von einem Bekannten, Dietmar Heylmann aus Elchweiler, wurde er dann zu einem indianischen Schwitzhütten-Ritual eingeladen und erkannte, welch wichtige Bedeutung der Wolf für sein Leben hatte. Von einem alten Indianer erfuhr er, der Wolfsbiß aus seiner Kindheit sei eine Art Impfung gewesen, die Kraft des Wolfes sei dabei auf ihn übergegangen. Das faszinierte ihn und um auch anderen ein solches Erlebnis zu ermöglichen, ließ sich Peter Heiser in die Schwitzhütten-Zeremonie einweisen.

Sioux-Häuptling und Medizinmann "Archie Fire Lame Deer" adoptiert Peter HeiserZum Indianer wurde er schließlich durch den Sioux-Häuptling und Medizinmann „Archie Fire Lame Deer“ , der ihn adoptierte. Diese Adoption ist anders zu bewerten als bei uns, bei einem indianischen Ritual wird ein Verwandt-schaftsverhältnis hergestellt. Heiser’s indianischer Name lautet seitdem „Peter Forest Wolf“. Archie Fire Lame Deer lebt in South Dakota in der Rosebud Reservation und kam in den 50-iger Jahren mit Elvis Presley nach Deutschland. Er war lange Zeit Regieberater und Stuntman und verhalf vielen Indianern zu Statistenrollen in zahlreichen Filmen (z.B. „Ein Mann, den sie Pferd nannten“ mit Richard Harris, oder "Flaming Star" mit Elvis Presley). Sein Buch "Archie Fire Lame Deer - Medizinmann der Sioux" und auch das Buch seines Vaters John Fire Lame Deer waren Kultbücher der 60-iger und 70-iger Jahre, besonders auch in Deutschland.

Mit Karin, geb. Gerhardt, hat Peter Heiser zwei Kinder, Julia, spielt Querflöte und Klavier und treibt Sport, spielt Geige und Klavier und ist begeisteter Fußballspieler beim VFR-Kirn.

Elvira Töpfer und Peter Heiser bei einem Indianervortrag in der Astrid-Lindgren-GrundschuleNeben Schwitzhütten-Ritualen zur Reinigung von Körper, Geist und Seele hält Peter Heiser mit seiner Lebensgefährtin Elvira Töpfer aus Achtelsbach auch Seminare und Vorträge für Kinder und Er-wachsene über Indianer. In einem großen Gebiet auf seinem Firmengelände, sowie dem ehemaligen Schrottplatz und in einer Teich- und Biotopanlage bei Wirschweiler, hat er zahlreiche Teiche für bedrohte Amphibien und Fischarten angelegt, viele andere selten gewordene Tiere sind hier heimisch.

„Wer der Erde etwas wegnimmt,

der muß ihr auch wieder etwas zurückgeben“,

Peter Heiser mit Schwester Inge die 2009 bei einem Autounfall ums Leben kam.das beherzigt Peter Heiser in besonderem Maße. Die Verbundenheit mit der ganzen Schöpfung ist für ihn selbstverständlich. Jeder kann das, und es ist nie zu spät, damit zu beginnen. Das sagt Peter Heiser, ein traditionsbewußter Unternehmer, aber auch ein überzeugter Kämpfer für den achtungs- und schonungsvollen Umgang mit Menschen, Tieren und Pflanzen voller Überzeugung. Das gilt es zu bewundern, zu beachten und weiterzugeben, denn was man Wunder nennt, kann jedem passieren, jeden Tag.